Einmal Domain, Webspace und WordPress, bitte

Wer mit WordPress eigene Inhalte veröffentlichen will, hat dazu im Grunde zwei Möglichkeiten. Man kann sich bei wordpress.com einquartieren, eines der angebotenen Themes auswählen und mit dem Bloggen loslegen. Um technisches muss man sich dabei nicht kümmern, das macht das Team der Firma Automattic.

Oder man kümmert sich selbst auch um den technischen Teil. Das erfordert zwar höheren Aufwand zu Beginn, bietet aber alle Freiheiten, die mit der Software WordPress einhergehen. Wir skizzieren im Folgenden kurz den Weg zum eigenen Blog mit WordPress und voller Kontrolle über Plugins und Themen.

Die Domain

Domain RegistrierungAm Anfang war die Domain. Und die Domain war noch nirgendwo, denn sie muss erst einmal ausgedacht werden. Dabei ist es immer eine gute Idee festzustellen, ob die Domain bereits mit anderer Top Level Domain (.de, .com, .eu, .info, etc.) schon in Verwendung ist. Es wäre ja schade, würde man mit www.xxxyyyzzz.de online gehen, nur um dann festzustellen, dass sich mit www.xxxyyyzzz.com eine Hardcore-Pornografie-Website auftut.

So gut wie alle Provider bieten dazu ein Tool an, das bereits bei der Domainauswahl zeigt, mit welchen anderen Top Level Domains die gewünschte Domain bereits vergeben ist.

Der Webspace

Nun stellt sich die Frage nach dem Webspace. Wer WordPress installieren will, benötigt dazu nicht nur Platz am Server des Providers, es muss dazu auch eine Datenbank (mySQL) eingesetzt werden, und die Programmiersprache PHP muss in der Version mindestens 5.3 ebenfalls aktiviert sein. Soll WordPress später lesbare Permalinks anzeigen, so muss auch die Datei mit dem seltsamen Namen „.htaccess“ einsetzbar sein. Das ist bei manchen Providern erst bei bestimmten Produkten der Fall, nicht schon bei den günstigsten.

Die Installation von WordPress

Kurz wird es nun anstrengend, wenn die Installation von WordPress nicht zu Ihrem Brotberuf gehört. Aber ganz schlimm ist es auch wieder nicht.

Schritt 1

wp-config-sample.phpLaden Sie die gewünschte WordPress Version vom WordPress Deutschland Server herunter (www.wpde.org). Sie erhalten dort eine gezippte Datei, die Sie nun am Rechner auspacken. Suchen Sie im im obersten Verzeichnis nach der Datei wp-config-sample.php und nennen Sie diese Datei um in wp-config.php

Öffnen Sie diese Datei mit einem Text-Editor wie notepad (Windows) oder TextEdit oder TextWrangler (MacOS) und niemals mit Word oder Open Office Write.

Suchen Sie gleich am Beginn der Datei nach den Zeilen Code, mit deren Hilfe die Verbindung zur Datenbank hergestellt wird.

Suchen Sie die entsprechenden Daten aus den Informationen, die Sie vom Provider erhalten haben und tragen Sie diese hier ein. Das könnte danach aussehen wie folgt:

Speichern Sie die Datei wieder ab.

Schritt 2

FTP-ProgrammInstallieren Sie ein FTP-Programm auf Ihrem Rechner (wir empfehlen dazu immer das kostenlose Filezilla, das es für Windows und MacOS gibt). Stellen Sie eine Verbindung zum Webspace her (die dazu nötigen FTP-Zugangsdaten entnehmen Sie wiederum den Provider-Informationen, die Sie erhalten haben).

Laden Sie nun die gesamte WordPress-Struktur auf den Webspace hoch. Wenn alles geklappt hat, können Sie nun die Einrichtung von WordPress beginnen, indem Sie Ihre Website aufrufen, und gleich an den Domainnamen ein /wp-admin hängen.

Beispiel:

Jetzt sind Sie nur mehr Sekunden von Ihrem ersten WordPress-Blog entfernt. 

Wichtiger Hinweis: Nennen Sie niemals einen Administrator-Benutzer Ihrer WordPress-Website „admin“. Denn damit hätten Hacker bereits einen Wissensvorsprung. Nehmen Sie daher besser zumindest Ihren Vornamen oder noch besser Ihren Spitznamen als Benutzername, denn die häufigsten Angriffe auf WordPress-Installationen richten sich auf den Benutzer „admin“.

E-Mail Adressen

Wer eine Domain mit Webspace kauft, der kann nun auch eigene E-Mail-Adressen anlegen, und in seinem/ihrem Mail-Programm einrichten.

Übrigens: viele Provider haben die Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung. Das bedeutet, dass die Information wann eine Mail an wen gesendet wurde eine Zeitlang bewahrt und den Behörden auf Verlangen vorgewiesen werden muss. Manche Provider treten dagegen als reines Domain- und Webhosting-Unternehmen auf, und sind damit von der neuen Regelung zur Vorratsdatenspeicherung ausgenommen.

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2 Gedanken zu „Einmal Domain, Webspace und WordPress, bitte“

  1. Hallo,
    Danke für deinen Vortrag.
    Mich interessieren 2 Punkte.
    Ich möchte mehrere Domains (keine Subdomains) mit einer Installation von WP betreiben. Kannst Du mir das einrichten?
    Machst Du auch ein Theme nach Wunsch oder aus einer Vorlage?
    Wie ist der Preis dafür?
    Gruß Udo

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