Geld verdienen mit Backlinks – eine Anregung

Wer an gutem Suchmaschinen-Ranking interessiert ist, der muss sich um eine möglichst hohe Verlinkung der Website kümmern. Im Klartext: viele andere Websites sollen sogenannte Backlinks auf die eigene Website setzen.

Und weil das so ist, kann mit dem Angebot von Backlinks auch durchs gut Geld verdient werden, weitaus besser jedenfalls als mit den Einblendungen der üblichen Google AdSense Werbungen. Jetzt müssen nur mehr Käufer und Verkäufer wie auf einem Markt zusammentreffen.

Der Begriff „Backlink“ stammt eindeutig aus der Branche der Suchmaschinenoptimierer. Wikipedia definiert Backlink folgendermaßen:


Rückverweis (englisch: backlink bzw. back-link) bezeichnet einen Link, der von anderswo, insbesondere von anderen Webseiten, auf eine bestimmte Webseite führt.

Was allerdings sowieso für alle Links gilt außer für interne Links, also Links innerhalb derselben Website.

Welche Möglichkeiten gibt es nun, qualitativ hochwertige Backlinks zu erhalten? Qualitativ hochwertig ist ein Backlink dann, wenn er von einer Seite stammt, die sich mit dem selben Thema wie die verlinkte Seite beschäftigt, die selbst gut verlinkt ist, und die im Linktext sinnvolle Themen-Begriffe (Keywords) aus der verlinkten Webseite benutzt. Weiters ist ein Link dann als hochwertig anzusehen, wenn er ein wesentlicher Bestandteil des Textes ist, und sich nicht einfach in einer Fußzeile neben anderen lieblos zusammengewürfelten Links befindet. Oder vor den Augen der Besucher versteckt ist, sodass nur die Suchmaschinen ihn sehen sollen.

Quellen von Backlinks

Natürlich kann man den vielen Empfehlungen folgen, wie Backlinks einzuholen sind. Wir wiederholen aus unserer eigenen SEO Off-the-Page-Anleitung:

  • Artikel in Online-Medien
  • Blogbeiträge
  • Twitter, Facebook
  • Social Bookmark-Plattformen
  • Online-PR Plattformen
  • Presell Pages
  • Webkataloge
  • Artikelverzeichnisse (mittlerweile stark abgewertet)
  • Websites von Freunden, Partnern, Kunden, Lieferanten, Vereinen, …
  • Linkbait

Und dann gibt’s da noch die schnellen Abkürzungen. Dienstleister wie SeedingUp (www.seedingup.de) offerieren dazu ein mittlerweile enorm großes Angebot an Themenbereichen (Content-Marketing, Backlinks, etc.) und darin enthaltenen verlinkenden Webseiten an.

Linkbuilding

Früher einmal hatten SEO-Kundige auf der Suche nach Links sich einfach Websites mit hohem Google PageRank (PR) vorgenommen. Damals war die Welt noch einfach, denn Websites wurden irgendwo zwischen PR0 (vollkommen uninteressant) und PR10 (hochinteressant, aber zumeist unerreichbar) eingeteilt. Je mehr Links es von Websites mit hohem PageRank gab, umso besser.

Heute ist die SEO-Welt wesentlich komplizierter. Denn Suchmaschinen sind immer besser in der Lage festzustellen, ob ein Linkaufbau natürlich passiert ist, oder ob da mit viel Druck nachgeholfen, und nur die Rosinen aus dem Kuchen gepickt wurden.

Wie entsteht denn natürlicher Linkaufbau?

  • Geschäftspartner setzen Links von deren Websites.
  • Ein Besucher der Website gibt die URL einer Unterseite (Deep-Link) in einer Twitter-Nachricht weiter.
  • Ein Freund des Kunden übernimmt die Nachricht als Facebook-Statusmeldung.
  • Ein Besucher der Website setzt einen nofollow-Link auf die Homepage in einer Social Bookmarking Plattform wie delicious.
  • In einem Blogartikel wird die Website erwähnt, und mit „no-follow“ verlinkt. Auch in einem Kommentar wird mit „no-follow“ auf eine Unterseite der Website verlinkt.
  • Ein Nachrichtenportal verlinkt aus einem journalistischen Artikel auf die Homepage der Website.
  • Jemand erwähnt in einem Blogartikel die URL der Website, vergißt aber dabei, sie zu verlinken.
  • usw.

Professionelles Linkbuilding bemüht sich, einen natürlichen Linkaufbau zu erreichen, ohne dabei etwas dem Zufall zu überlassen. Heutige SEO-Experten jagen also längst nicht mehr nur PageRank-starken Seiten nach, sondern wissen um die Streuung von Linkquellen Bescheid. Seiten mit PR0 sind dabei genauso wichtig wie Links in Tweets oder Social Bookmarking Services.

Der Marktplatz – Backlinks als Verdienstquelle

© istockphoto – Mikkel Svensson

Damit können Dienstleister wie SeedingUp zu mehr als nur einer kleinen Einkommensquelle für Betreiber von Websites oder Blogs werden. Auf deren Marktplatz treffen Link-Anbieter und Link-Käufer aufeinander, wobei der Link-Verkäufer auch bis zum Abschluß des Kaufs anonym bleiben kann (was unbedingt zu empfehlen ist). Und immerhin werden die Einnahmen für Link-Verkäufer ab dem zwei- oder dreistelligen Euro-Bereich gemessen, nicht wie bei Google AdSense üblicherweise im Bereich von monatlich 1 bis 5 Euro.

Wie bei Affiliate-Marketing steht es den Verkäufern frei, Angebote auch abzulehnen. Das ist dann anzuraten, wenn die zu verlinkende Website so rein gar nichts mit dem eigenen Thema zu tun hat, und der Link wie ein Fremdkörper wirken würde.

Link-Anbietern wie Link-Käufern stehen mittlerweile unterschiedliche Linktypen zur Verfügung:

  • Textlinks der Klassiker
    Der Käufer gibt auch den Linktext vor, mit dem von einer klassischen Webseite zur URL des Käufers verlinkt wird.
  • Postlinks der kleine Bloglink für Zwischendurch
    Postlinks sind Buchungen auf Artikelseiten eines Blogs oder einer Newsseite. Dabei können Käufer bereits vorhandene Keywords im Artikel buchen, oder den Linktext frei bestimmen.
  • Blogposts das Link-Advertorial
    Blogposts sind Sponsored Reviews oder Artikel mit Backlinks, die nach Vorgaben der Käufer verfasst werden. Dabei muss allerdings der Artikel inklusive der Links zumindest für ein Jahr inklusive der gebuchten Links existieren.

Bleibt die Frage, und was sagt Google dazu?

Wer auf der Jagd nach möglichst viel Geld die eigene Website zur Linksammlung degradiert, verliert vermutlich schon kurzfristig, und dazu braucht es auch gar keine besondere Bestrafung durch Google. Denn Links von Websites, die unzählige „Outbound-Links“ aus unterschiedlichen Themenbereichen setzen, sind nichts wert, und was nichts wert ist, kann auch nicht verkauft werden.

Und ob für einen Backlink Geld von einem Konto auf ein anderes fließt, das kann Google weder jetzt noch in Zukunft erkennen.

Die erfolgreiche Strategie, um die Kosten der eigenen Website über Backlinks zu finanzieren, lautet jedenfalls:

Weniger ist mehr.

Welche Erfahrungen habt Ihr damit?

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